Was sich wirklich ändert.
Ein Scan ist bequem, aber ein ordentliches Handyfoto reicht oft. Entscheidend ist, dass Kamera und Blatt möglichst parallel sind und das Licht weich über die komplette Fläche fällt. Was schon in der Aufnahme schief oder unscharf ist, wird durch Vektorisieren nicht wieder korrekt.
Schwarzanteil trennt die Zeichnung vom Papier. Kontrast hilft bei einer matten, etwas flauen Aufnahme. Helligkeit verschiebt die komplette Tonlage. Ich beginne immer mit dem Schwarzanteil, weil er am direktesten entscheidet, welche Striche bleiben.
Vor dem Fotografieren
- Blatt flach hinlegen und Falten vermeiden
- Kamera parallel halten, damit Kreise nicht zu Ovalen werden
- Weiches Licht von zwei Seiten nutzen
- Auf den feinsten wichtigen Strich fokussieren
Schritt für Schritt.
- Zeichnung möglichst groß und gerade aufnehmen.
- In Vector Boy zuerst den Schwarzanteil einstellen.
- Kontrast nur ergänzen, wenn Papier und Linie zu nah beieinander liegen.
- Einzelne Flecken lieber gezielt mit dem Lasso entfernen.
- In der Vektoransicht zwischen Pixel, Fein und Subpixel vergleichen.
- Die Datei im Format der nächsten Anwendung exportieren.
Sehr heller Bleistift und glänzendes Papier können lokal denselben Helligkeitswert haben. In diesem Fall ist eine bessere Aufnahme wirksamer als noch mehr Filter.
Fragen vor dem Export.
Ist ein Scanner immer besser als ein Foto?
Nicht automatisch. Ein scharfer, gleichmäßig beleuchteter Scan ist ideal. Ein gerades Handyfoto kann aber völlig ausreichen.
Wie bleibt der handgemachte Charakter erhalten?
Glättung und Bézier Vereinfachung niedrig halten und immer mit dem Original vergleichen.
Kann ich mehrere kleine Zeichnungen auf einem Blatt behalten?
Ja. Die Anordnung bleibt erhalten. Mit dem negativen Lasso kannst du bei Bedarf nur einen Bereich behalten.