Vektor ist noch keine Stickdatei.
Vector Boy erzeugt saubere Flächen und Konturen, aber keine Maschinenbefehle wie DST oder PES. Eine Sticksoftware muss anschließend Stichart, Richtung, Dichte, Unterlage und Reihenfolge festlegen. Die Vektordatei ist dafür eine wesentlich sauberere Ausgangsbasis als ein verrauschtes Foto.
Für eine gute Stickvorlage sollten Formen nicht unnötig kleinteilig sein. Sehr dünne Stege, winzige Inseln oder dicht nebeneinanderliegende Linien können auf Stoff zulaufen. Entscheide passend zu Garn, Stoff und späterer Größe, welche Details wirklich gebraucht werden.
Gut geeignet
- Einfarbige Logos und Illustrationen
- Handzeichnungen mit klarer Strichführung
- Motivteile mit geschlossenen Außenformen
- Vorlagen mit deutlichem Abstand zwischen Details
Motiv vorbereiten.
- Fotografiere oder scanne die Vorlage möglichst gerade und gleichmäßig.
- Stelle Schwarzanteil und Kontrast so ein, dass schwache Linien erhalten bleiben.
- Entferne Staub und Papierflecken, ohne kleine beabsichtigte Stichelemente zu verlieren.
- Kontrolliere geschlossene Innenformen in der Ergebnis- und Vektoransicht.
- Glätte Pixeltreppen moderat. Die Silhouette soll sauberer, aber nicht aufgeblasen werden.
- Exportiere SVG oder PDF und lege in der Sticksoftware Stichparameter und Reihenfolge fest.
Wenn eine Form in der späteren Stickgröße kaum noch erkennbar ist, sollte sie vor der Digitalisierung vereinfacht oder bewusst verstärkt werden.
Datei und Weiterarbeit.
SVG ist für die Übergabe an viele Gestaltungs- und Digitalisierungsprogramme am flexibelsten. PDF eignet sich für Freigaben, Ausdruck und Größenkontrolle. Für Handstickerei ist ein kontrastreiches PNG praktisch, wenn es auf Transferpapier gedruckt oder über einen Bildschirm übertragen wird.
Häufige Fragen
Erstellt Vector Boy direkt eine DST-Datei?
Nein. DST enthält konkrete Maschinenstiche. Vector Boy liefert die bereinigte geometrische Grundlage, die anschließend fachgerecht digitalisiert wird.
Soll ich Bézier stark vereinfachen?
Nur vorsichtig. Weniger Punkte erleichtern die Weiterarbeit, zu starke Vereinfachung verändert jedoch charakteristische Ecken und Innenräume.