Gravurfläche oder Schnittlinie?
Bei einer Gravur kann eine geschlossene schwarze Form als zu füllende Fläche interpretiert werden. Beim Laserschnitt folgt die Maschine meist einer Konturlinie. Vector Boy erzeugt beides als geometrische Grundlage, aber deine Lasersoftware entscheidet über Operation, Farbe, Reihenfolge, Geschwindigkeit und Leistung.
Überlappende schwarze Teile werden als zusammengehörige Form betrachtet. Innenräume bleiben als Aussparungen erhalten. Vor dem Schnitt müssen doppelte Linien, offene Konturen und extrem kleine Segmente in der Zielsoftware geprüft werden.
Geeignete Vorlagen
- Einfarbige Logos, Ornamente und Schrift
- Kontrastreiche Zeichnungen ohne Schattierung
- Silhouetten mit eindeutiger Außenkante
- Fotos nur nach bewusster Reduktion auf Schwarz-Weiß-Formen
Konturen vorbereiten.
- Lade das Motiv und trenne es sauber vom Hintergrund.
- Entferne kleine Störpartikel, die unnötige Laserbewegungen erzeugen würden.
- Prüfe in der Vektoransicht, ob Außen- und Innenkonturen geschlossen sind.
- Reduziere Bézierpunkte moderat, um ruckelige Mikrosegmente zu vermeiden.
- Nutze Kanten glätten nur gegen echte Rastertreppen.
- Exportiere SVG oder DXF und ordne in der Lasersoftware Gravur, Schnitt und Reihenfolge zu.
Material, Absaugung, Fokus, Geschwindigkeit und Laserleistung sind maschinen- und materialabhängig. Verwende Herstellerwerte und führe einen Test auf Restmaterial durch.
DXF oder SVG?
DXF ist eine robuste Konturübergabe für CAD- und viele Laserprogramme. SVG bewahrt Flächen, Innenräume und Kurven kompakt und ist bei modernen Workflows oft komfortabler. Kontrolliere nach dem Import Einheit und Maßstab.
Häufige Fragen
Legt Vector Boy Laserleistung und Geschwindigkeit fest?
Nein. Vector Boy bereitet nur die Form vor. Alle Maschinen- und Materialparameter werden in der Lasersoftware eingestellt.
Warum fährt der Laser eine Linie mehrfach?
Prüfe auf doppelte Objekte oder übereinanderliegende Importpfade. Je nach Software können Flächenkante und zusätzliche Kontur gemeinsam aktiviert sein.